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Paaraufstellung in Bildern

Vier typische Aufstellungen

Wie läuft eine Paaraufstellung ab? Am anschaulichsten zeigt es das Systembrett: Jede der folgenden vier Situationen beginnt mit dem Ausgangsbild — so zeigt sich die Dynamik zwischen den Partnern. Es folgt ein Interventionsschritt, in dem die Aufstellungsleitung Sätze anbietet und Positionen verändert (Pfeile markieren die Bewegungen). Das Schlussbild zeigt die neue Ordnung. Die Sprechblasen geben typische — hier beispielhaft formulierte — Sätze wieder; alle Beispiele sind vereinfacht, typisiert und frei erfunden. Alle Bilder sind mit dem kostenlosen Parafeld™-Systembrett erstellt; jede Aufstellung lässt sich per Klick selbst nachstellen.

1. Das Elternhaus steht zwischen uns

Ordnungsthema: Ablösung von der Herkunftsfamilie.

Wer innerlich noch stark an das Elternhaus gebunden ist, steht der eigenen Partnerschaft nur halb zur Verfügung. Im Bild zeigt sich das oft wörtlich: Ein Elternteil steht zwischen den Partnern. Die Aufstellung würdigt die Herkunft — und gibt dem Paar seinen eigenen Raum.

Systembrett von oben: die Mutter des Partners steht zwischen Partnerin und Partner, der Partner blickt zu seiner Mutter

Ausgangsbild

Zwischen den Partnern steht die Mutter des Partners. Er blickt zu ihr statt zu seiner Partnerin — und die spürt: „Ich erreiche dich nicht.“

Systembrett: der Partner wendet sich mit einem Drehpfeil seiner Partnerin zu, die Mutter tritt mit einem Pfeil zurück

Intervention: Würdigen und sich zuwenden

Der Partner würdigt seine Mutter — und wendet sich dann seiner Partnerin zu (Drehpfeil): „Danke — und mein Platz ist jetzt hier.“ Die Mutter tritt einen Schritt zurück (Pfeil).

Systembrett Schlussbild: das Paar steht nebeneinander, die Mutter in gutem Abstand dahinter

Schlussbild

Das Paar steht nebeneinander, die Mutter in gutem Abstand dahinter — anerkannt, aber nicht mehr dazwischen. „Jetzt sind wir zu zweit.“

2. Die frühere Beziehung ohne Platz

Ordnungsthema: Was vorher war, will anerkannt sein.

Frühere Partnerinnen und Partner gehören zur Geschichte eines Menschen. Werden sie totgeschwiegen, wirken sie oft als diffuse Spannung in die neue Beziehung hinein. Anerkennung — nicht Nähe — gibt ihnen einen würdigen Platz.

Systembrett von oben: die frühere Partnerin steht ungesehen schräg hinter dem Paar

Ausgangsbild

Die frühere Partnerin steht ungesehen schräg hinter dem Paar. Der Partner blickt an seiner Partnerin vorbei — die spürt nur: „Irgendetwas steht zwischen uns.“

Systembrett: beide Partner wenden sich mit Drehpfeilen der früheren Partnerin zu

Intervention: Anerkennen, was war

Beide wenden sich der früheren Partnerin zu (Drehpfeile). Die Partnerin erkennt an: „Du warst vor mir. Du hast einen Platz in seiner Geschichte.“

Systembrett Schlussbild: das Paar einander zugewandt, die frühere Partnerin am Rand des Brettes

Schlussbild

Die frühere Partnerin hat ihren würdigen Platz am Rand des Bildes, das Paar ist einander zugewandt: „Jetzt bin ich ganz hier.“

3. Geben und Nehmen im Ungleichgewicht

Ordnungsthema: Ausgleich hält Beziehungen lebendig.

Gibt ein Partner dauerhaft viel mehr, als der andere annehmen und erwidern kann, kippt die Balance: Der Nehmende fühlt sich in der Schuld und weicht aus. Die Aufstellung macht das Ungleichgewicht sichtbar und sucht den Ausgleich.

Systembrett von oben: drei Kegel als Gaben vor der Partnerin, der Partner weicht mit einem Pfeil zurück

Ausgangsbild

Die Partnerin überreicht symbolisch eine Gabe nach der anderen — vor ihr stehen drei Kegel. Der Partner weicht zurück (Pfeil): „Das ist mir zu viel.“

Systembrett: ein Pfeil zeigt, wie der Partner eine Gabe an die Partnerin zurückgibt

Intervention: Etwas zurückgeben

Der Partner bleibt stehen und gibt etwas zurück (Pfeil): „Ich sehe, was du gibst — und ich gebe auch.“ Zum ersten Mal dreht sich die Bewegung um.

Systembrett Schlussbild: die Partner stehen sich auf Augenhöhe gegenüber, die Gaben sind verteilt

Schlussbild

Die Partner stehen sich auf Augenhöhe gegenüber, die Gaben sind zwischen ihnen verteilt: „So kann ich auch nehmen.“

4. Paarebene und Elternebene

Ordnungsthema: Paar bleiben, auch als Eltern.

Mit dem ersten Kind wird aus dem Paar eine Familie — und manchmal verschwindet die Paarebene ganz hinter der Elternebene. Im Bild steht das Kind dann mitten zwischen den Partnern. Die Aufstellung trennt beide Ebenen, ohne das Kind zu übergehen.

Systembrett von oben: das Kind steht mitten zwischen Partnerin und Partner

Ausgangsbild

Das Kind steht mitten zwischen den Partnern, alle Aufmerksamkeit läuft über es. Die Partnerin stellt fest: „Wir sind nur noch Eltern.“

Systembrett: Pfeile zeigen, wie die Eltern zusammenrücken und das Kind seinen Platz gegenüber bekommt

Intervention: Das Paar rückt zusammen

Die Eltern rücken als Paar zusammen (Pfeile), das Kind bekommt seinen Kinderplatz gegenüber (Pfeil). Der Satz an das Kind: „Wir sind deine Eltern — und wir sind auch ein Paar.“

Systembrett Schlussbild: die Eltern stehen Seite an Seite, das Kind entspannt vor ihnen

Schlussbild

Die Eltern stehen Seite an Seite, das Kind entspannt davor — als Kind gesehen, nicht als Mitte der Beziehung: „So ist es leicht.“

Selbst aufstellen — kostenlos im Browser

Alle Bilder auf dieser Seite sind mit dem Parafeld™-Systembrett entstanden — einem kostenlosen Online-Systembrett: Figuren aufstellen, Blickrichtungen setzen, durch die Augen jeder Figur schauen. Ohne Anmeldung, direkt im Browser.

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